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Fr 15.06.2001
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ATP-Turnier in Halle: Gala von Aufsteiger Burgsmüller"Lars Wer?"attackiert Haas und Kiefer
Halle/Westfalen - Aufsteiger Lars Burgsmüller hat Nicolas Kiefer und Tommy Haas wieder einmal die Show gestohlen und rüstet sich nach seinem Viertelfinaleinzug beim ATP-Turnier im ostwestfälischen Halle zum Angriff auf die beiden deutschen Daviscup-Stars. Der 25 Jahre alte Essener erreichte bei der mit einer Million Dollar dotierten Rasen-Veranstaltung durch seinen 4:6, 6:4, 7:5-Erfolg über den Franzosen Jerome Golmard am Donnerstag die Runde der letzten Acht und denkt nicht daran, sich mit diesem Erfolg zufrieden zu geben. "Jetzt muss Lars auch innerhalb Deutschland nach ganz oben schauen" Burgsmüller, der schon in Roland Garros als einziger deutscher Profi in der dritten Runde stand, hat im Moment das Quäntchen Glück, das seinen deutschen Kollegen fehlt: "Jetzt muss Lars auch innerhalb Deutschland nach ganz oben schauen", sagte Trainer Dirk Hordorff in der ersten Euphorie über die gute Leistung seines Schützlings, "niemand ist unschlagbar." Offenbar plant Lars Burgsmüller in Halle Großes. "Ich werde am Sonntag wahrscheinlich sehr müde sein", sagte der 25-Jährige nach seinem Viertelfinaleinzug. Am Sonntag, zur Erinnerung, steht das Finale an. Burgsmüller 2001 - der beste Burgsmüller, den es je gab Aber der Burgsmüller 2001 ist der beste Burgsmüller, den es je gab. Da ist ein bisschen freches Selbstvertrauen natürlich erlaubt, auch wenn zunächst das schwere Match gegen Fabrice Santoro ansteht. "Dies ist mein Jahr" sagt der Essener, "ich habe noch große Taten vor!" Drittbester Deutscher ist "Lars Wer?" immerhin bereits im Championsrace der ATP nach Haas und Kiefer und weit vor seinem Trainingspartner Rainer Schüttler (Bad Homburg), der am Mittwoch dem topgesetzten Russen Jewgeny Kafelnikow 4:6, 4:6 unterlag. Listen-Aufsteiger: Seit einem Jahr fast 200 Plätze gut gemacht
In der Entry List wird Burgsmüller nach dieser Woche auf einem Platz um 75 auftauchen, eine Bestmarke in seiner Laufbahn. Erstmals steht er in Wimbledon somit ohne Qualifikation im Haupfeld. "Ich habe seit einem Jahr fast 200 Plätze gut gemacht", sagte der Abiturient, "ich weiß nicht woran es liegt - vielleicht am Zaubertrank, den mir mein Vater immer mixt." Seit zweieinhalb Jahren trainiert Burgsmüller bei dem Bad Homburger Geschäftsmann Hordorff. "Sein Ziel muss in diesem Jahr sein, das Jahr unter den besten 20 des Champions Race zu beenden", sagt der ehemalige Sportwart des Deutschen Tennis Bundes, "sein Selbstvertrauen ist stark gewachsen und er kann sich in entscheidenden Momenten sehr gut konzentrieren." Verletzungs-Pech und dunkle Gedanken Seit zehn Jahren spielt Burgsmüller bereits als Tennisprofi, krebste dabei aber meist auf Challenger-Turnieren rum. Im November 1999 stand er vor dem Sprung unter die Top-100, verletzte sich aber und rutschte wieder weit ab. "Ich habe mir am Jahresende 2000 überlegt, ganz aufzuhören", sagte der Essener, "die einzige Alternative wäre aber gewesen, zu studieren. Und einer von vielen im überfüllten Hörsaal wollte ich noch nicht sein." Tommy Haas dagegen blieb bereits am Mittwoch bei seiner 3:6, 3: 6-Niederlage gegen Nicolas Escude einmal mehr unter seinen Möglichkeiten und enttäuschte das Publikum. "Ich habe bei ihm das Feuer in den Augen vermisst", kritisierte Daviscup-Kapitän Carl-Uwe Steeb seinen Schützling, der sofort konterte: "Es ist immer leicht, von außen daher zu reden. Da kam man immer irgendwelche Kommentare abgeben." Andreas Hardt und Delia Fischer, sid |
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Zuletzt geändert am 15. Juni 2001 09:06 von to |
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