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Fr 15.06.2001

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Formel1: "Schumi II" greift nach Sternen
Schumi-Doppel heizt NürburgringFieber an

Vor Formel-1-Heimspiel auf dem Nürburgring:

Jetzt greift "Schumi II" nach den Sternen

Die Mönchengladbacher Formel-1-Patienten Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld sind nach dem "Crash-Kurs" in Kanada auf dem Weg der Besserung, Ralf Schumacher greift nach seinem zweiten Saisonsieg nach den Sternen. "Wir sind zurzeit stärker als McLaren. Wenn es so weitergeht, stehen wir am Ende der Saison vor denen", sagte der 25-Jährige.

Dem Einsatz von Frentzen und Heidfeld beim "Heimspiel" am 24. Juni auf dem Nürburgring steht wohl nichts mehr im Weg. Heidfeld klagt laut Manager Werner Heinz noch über leichte Kopfschmerzen. "Er braucht jetzt Ruhe. Im Moment ist der Start nicht gefährdet", sagte Heinz dem sid und dementierte damit entsprechende Meldungen. "Quick Nick" war in Montreal in eine Kollision mit Jaguar-Pilot Eddie Irvine (Nordirland) verwickelt, der ebenfalls mit Spätfolgen zu kämpfen hat (Nackenschmerzen).

Irvine mit Schmerzen: Andre Lotterer (Bitburg) in den Startlöchern

Sollte Irvine nicht starten, könnte vermutlich Andre Lotterer (Bitburg) zu einem Einsatz kommen. Der Deutsche ist bei Jaguar als Testfahrer engagiert und wird von Heinz betreut. Der Manager führte in dieser Angelegenheit am Freitag Gespräche mit Jaguar-Teamchef Bobby Rahal. Heinz schätzt die Situation jedoch realistisch ein: "Die Chance, dass Andre auf dem Nürburgring wirklich fährt, steht bei höchstens zehn Prozent."

Auch Frentzen sieht dem "Heimspiel" optimistisch entgegen. "Die ärztlichen Untersuchungen verliefen alle positiv. Ich habe keine Befürchtungen, dass es noch ein negatives Ergebnis gibt", sagte Frentzens Manager Ortwin Podlech. Vor einer endgültigen Startzusage wollte er jedoch einen letzten medizinischen Check seines Schützlings am Freitagabend abwarten.

Frentzen wieder fit

Frentzen hatte nach einem Trainingsunfall auf einen Start beim Großen Preis von Kanada verzichtet. Nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus Montreal ließ sich der 34-Jährige in einer Klinik in Nizza von einem Spezialisten untersuchen, um die Ursache seiner Sehstörungen und Kopfschmerzen zu finden. Geplante Testfahrten in dieser Woche sagte der Jordan-Pilot ab.

Ralf Schumacher: "Uns fehlt noch die Standfestigkeit"

In der Team-WM liegt BMW-Williams (28 Punkte) deutlich hinter McLaren-Mercedes (48). "Uns fehlt noch die Standfestigkeit", sagt Ralf Schumacher, gedanklich aber ist er an den Silberpfeilen schon vorbeigezogen und orientiert sich lieber am Branchen-Primus und damit Bruder Michael. "Zu Ferrari fehlt uns manchmal nichts und manchmal viel." Die Defizite sieht Ralf Schumacher "vor allem bei der Erfahrung", und die will er in dieser Saison weiter reichlich sammeln, um 2002 anzugreifen: "Im nächsten Jahr sind wir Bestandteil bei der WM-Vergabe."

Beim PR-Termin auf dem Gelände des Münchner Flughafens räumte der gut gelaunte zweimalige Saisonsieger ein, dass ihn die rasante Weiterentwicklung nach einem bemerkenswerten Premieren-Jahr selbst überrascht. "Wir haben unsere Erwartungen höher geschraubt, aber dass es so gut läuft, hätten wir nicht gedacht." Die Gründe liegen für den "kleinen Schumi" auf der Hand: "Wir haben einen guten Motor" - mit angeblich 850 PS der stärkste der Formel 1 -, "und das Auto hat eine gute Balance". Gelöst werden müssten nur noch Probleme "bei den Reifen und bei der Aerodynamik".

Beim "Heimrennen" sind Chancen geringer als in Montreal

Trotz der anhaltend guten Entwicklung und Euphorie erwartet Ralf Schumacher beim "Heimrennen" am 24. Juni auf dem Nürburgring kein erneutes Bruder-Duell um den Sieg. "Es wird nicht nochmal so einen Fight mit Michael geben wie in Kanada. Es motiviert natürlich, mit einem Sieg im Rücken nach Hause zu kommen, aber die Chancen sind geringer als in Montreal. Vielleicht schaffen wir den dritten Platz."

Jörg Kottmeier und Ralf Loweg, sid

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Zuletzt geändert am 15. Juni 2001 17:05 von to

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