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Mi 23.05.2001

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Champions League wird reformiert: Bundesligisten drohen magere Jahre

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Deutschen Vereinen drohen magere Jahre

Mailand - Im "Milliarden-Spiel" Champions League bleibt vorerst alles beim alten, doch ausgerechnet die Bundesliga muss sich auf magerere Jahre einstellen. Denn in der kommenden Spielzeit der europäischen Meisterrunde, in der der FC Bayern München in dieser saison rund 100 Millionen Mark eingenommen hat, ist die deutsche Eliteliga bis auf weiteres zum letzten Mal mit vier Clubs vertreten.

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Im Konzert der Großen: Karl-Heinz Rummenigge wurde zum Sprecher der mächtige "G-14"-Vereine gewählt.

"Wir haben wegen des schlechten Abschneidens der deutschen Clubs einen Startplatz verloren. Das müsste alle alarmieren", sagte Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge vom Rekordmeister aus München zur Tatsache, dass England in der Fünfjahres-Wertung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Rivalen vorbeigezogen ist. Folge: Von 2002/03 an stehen der Bundesliga zwei feste Startplätze, aber nur noch einer in der Qualifikation zu.

Modus-Änderung ab 2003?

Sogar erst ab 2003 ist eine Änderung des umstrittenen Modus der Meisterliga möglich, die ihren Namen eigentlich nicht verdient, da auch Zweit-, Dritt- und Viertplatzierte der stärksten Ligen vertreten sind. Denn bis dahin laufen die Vermarktungs- und TV-Verträge. Die Pläne von UEFA-Chef Lennart Johansson, der - unter Wegfall der umstrittenen Zwischenrunde - eine Reduzierung der Champions League auf 24 Teams (nur Landesmeister) ankündigte, treffen allerdings auf erbitterten Widerstand der Groß-Clubs. "Die Zeiten, in denen die UEFA allein bestimmte, sind zum Glück vorbei. Und Johanssons Aussagen sind zum Teil populistisch. So wird es mit 300-prozentiger Sicherheit nicht mehr kommen, dass allein der Meister eines Landes an der Champions League teilnehmen wird", erklärte Rummenigge als einer der Sprecher der in der "G14" organisierten europäischen Top-Clubs.

Südeuropäische Vereine gegen Reduzierung

Allerdings sind sich die Vereine nicht so einig, wie es den Anschein hat. Während die Bundesliga-Clubs zwar für weniger Spiele sind, aber im Gegenzug kaum auf einen Pfennig der garantierten Millionen-Einnahmen verzichten wollen, lehnen die britischen und vor allem die südeuropäischen Mannschaften Johanssons Ideen kategorisch ab. Mehr noch: Sie denken sogar eher an eine Erweiterung des Feldes. "In den Gesprächen, die wir derzeit mit der UEFA führen, geht es nicht um weniger Teilnehmer, sondern um noch mehr Teams aus den besten Ligen Europas", sagte Präsident Augusto Cesar Lendoiro von Deportivo La Coruna dem Fachblatt "kicker". Auch Clubchef Pedro Cortes vom FC Valencia betonte: "Wir sind kategorisch gegen eine Reform, die zu Lasten der führenden internationalen Vereine geht."

Von Thomas Prüfer, dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 23. Mai 2001 15:11 von sab

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