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Do 17.05.2001
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Nach Magdeburgs Patzer: "Echtes" Endspiel in der Handball-BundesligaFlensburgs Kampf gegen das TraumaBeim finalen Showdown will der ewige Zweite SG Flensburg-Handewitt endlich sein Trauma beenden. "Viermal Vize, das reicht, ich will die Meisterschale haben", erklärte der 234-malige Weltklassetorhüter Jan Holpert vor dem "Endspiel" um die deutsche Handball-Meisterschaft am 20. Mai (15.30 Uhr) beim SC Magdeburg.
Nachdem der Klub von der Förde durch das 33:23 gegen Tusem Essen und dem 25:31 der Magdeburger bei der SG Wallau-Massenheim wieder die Tabellenführung übernommen hat, ist man in Flensburg vom ersten nationalen Coup überzeugt. "Schwarze Serie hat ein Ende" "Diesmal endet die schwarze Serie, wir kommen als deutscher Meister nach Hause zurück", prophezeite Rückraumspieler Thomas Knorr. Die Vereinsbosse haben ihre ursprünglichen Planungen kurzerhand über den Haufen geworfen. Statt mit dem Zug zu reisen, fliegt die Mannschaft zurück nach Flensburg, wo um 20.00 Uhr auf dem Südermarkt gefeiert werden soll - so oder so. Aber auch der SC Magdeburg will trotz des bösen Ausrutschers in Wallau und erstmals über 30 Gegentoren in dieser Saison nach zehn Titeln in der DDR in eigener Halle deutscher Meister werden. "Wir haben noch alles selbst in der Hand. Mit 8.000 Zuschauern im Rücken lässt sich viel schaffen", meint Alfred Gislason. Flensburg hat noch nie in Magdeburg gewonnen Der Optimismus des isländischen Trainers wird dadurch untermauert, dass in dieser Saison noch keine Mannschaft in der Bördelandhalle gewonnen hat, nur die SG Wallau-Massenheim (23:23) und Titelverteidiger THW Kiel (24:24) entführten einen Punkt. Flenburg konnte seit der Spielzeit 1992/93 noch nie die Festung Magdeburg stürmen und beklagt eine Serie von 2:14 Punkten. TBV Lemgo hat Meisterschaft verspielt Der TBV Lemgo hat derweil seine Chance, zum zweiten Mal nach 1997 Meister zu werden, durch ein 19:22 beim TV Großwallstadt verspielt. Ausgerechnet Torhüter Christian Ramota, der in der kommenden Saison vom TVG zum TBV wechselt, war der Matchwinner in einer Begegnung, die bis 59. Minute 19:19 stand. Dann rissen Bernd Roos, Henning Siemens und Toni Valcic die Ostwestfalen aus allen Titelträumen. "Das ist bitter", meinte TBV-Trainer Juri Schewzow, der nach fünf erfolgreichen Jahren zu Tusem Essen wechselt. Nettelstedt oder Eisenach müssen absteigen Trostpflaster für den TBV ist der Startplatz im EHF-Cup. Begleitet wird Lemgo voraussichtlich von der SG Wallau-Massenheim, auch der THW Kiel hat noch eine Chance auf die Teilnahme im internationalen Geschäft. Bis zu sechs Bundesliga-Klubs können in den drei Europacup-Wettbewerben (Champions League, Cup der Pokalsieger und EHF-Pokal) dabei sein. Neben Eintracht Hildesheim und HC Wuppertal muss Bayer Dormagen nach einem 21:25 bei der SG Hameln den Weg in die zweite Liga antreten. Der Werksverein erwägt sogar aus finanziellen Gründen den Rückzug in die Regional- oder Oberliga. Vierter Absteiger dürfte der TuS Nettelstedt (25:34) oder der ThSV Eisenach (26:48) sein. Von Joachim Neußer, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 17. Mai 2001 13:43 von sab |
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