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Eishockey-WM: Höhenflug gestoppt
Goc und Seidenberg: Zwei "Zach-Bubis" wollen in die NHL

Die "jungen Wilden" kämpfen sich in die Herzen der Fans

Sprung über den Atlantik ist das große Ziel

Köln - Die "jungen Wilden" in der deutschen Nationalmannschaft haben bei der Eishockey-Weltmeisterschaft die Herzen der Fans erobert. Selbst der Realist Hans Zach kommt ins Schwärmen. "Die jungen Spieler machen mir richtig Freude", sagte der Bundestrainer.

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Zwei deutsche Hoffnungen: Marcel Goc und Dennis Seidenberg.

Der 17 Jahre alte Marcel Goc, Dennis Seidenberg (19), Thomas Greilinger (19), Torwart Robert Müller (20) und Daniel Kreutzer (21) haben in den Spielen gegen die Schweiz und Weltmeister Tschechien aber auch auf die zahlreichen Beobachter aus der nordamerikanischen Profiliga (NHL) Eindruck gemacht. "Einer wie Goc hat das Zeug dazu, von einem NHL-Club engagiert zu werden", meinte der frühere Bundestrainer George Kingston.

Youngster haben Chance genutzt

Der Druck auf die junge deutsche Mannschaft war vor Turnierbeginn enorm groß. Der Nichtabstieg war das gesetzte Ziel. "Die Jungen haben hier die Chance, sich zu beweisen", meinte NHL-Star Marco Sturm. Die Youngster haben sie genutzt. Allen voran Marcel Goc von den Schwenninger Wild Wings und Dennis Seidenberg vom deutschen Meister Adler Mannheim.

Seidenberg schaffte den wohl steilsten Aufstieg. Während die anderen jungen Spieler in ihren Liga-Mannschaften schon Stammkräfte waren, spielte Seidenberg zu Beginn der Saison noch bei den "Jungadlern" in der Regionalliga Süd. Mitte November durfte er erstmals bei den Profis ran. Mit enormen Willen und Kampfgeist etablierte er sich in der DEL-Mannschaft. "Im Finale um die deutsche Meisterschaft durfte ich sogar bei engen Ständen auf das Eis", berichtete der Jung-Nationalspieler.

"Aufstieg noch nicht richtig realisiert"

Bis zuletzt galt er als Wackelkandidat, dann kam er gegen die Schweiz zu seinem ersten WM-Einsatz. "Es ist ein tolles Gefühl", sagte Seidenberg. So richtig realisiert habe er den Aufstieg noch nicht. "Man darf aber auch nicht daran denken, gegen wen man spielt, sonst geht es daneben", betont der Verteidiger.

So unbeschwert wie sein Mannheimer Kollege spielt bisher auch Marcel Goc auf. Gegen die Schweiz war er eigentlich für den vierten Block nominiert. Nach der Verletzung von Mark Mackay rückte er als Mittelstürmer neben Jan Benda und Jürgen Rumrich in die erste Angriffsreihe. Gegen die Tschechen stand er beim Eröffnungsbully dem früheren NHL-Star Robert Reichel gegenüber. "Ich habe mir nur ganz kurz Gedanken gemacht, wer das ist und dann einfach das Bully gewonnen", berichtete Goc.

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Zuletzt geändert am 2. Mai 2001 17:13 von sab

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