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Mi 02.05.2001
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Kein Startplatz für Team Coast - Auch Pantani nicht zur Tour de FranceZabels Duelle gegen Cipollini fallen ausBerlin/Paris - Das italienische Marco Pantani-Team Mercatone Uno und die deutsche Coast-Mannschaft bekommen keine Nominierung für die am 7. Juli in Dünkirchen beginnende Tour de France. Die fünf wild cards erhielten die spanische Euskaltel-Mannschaft, die dänische, vom ehemaligen Toursieger Bjarne Riis geleitete Vertretung CSC World online, Lotto (Belgien) und die französischen Teams Big Mat und La Francaise des Jeux.
Damit ist das Starterfeld der 21 Teams mit insgesamt 189 Fahrern komplett und national gefärbt. Acht französische Sportgruppen sind bei der größten Radsport-Party des Jahres dabei. Telekom mit dem Toursieger von 1997, Jan Ullrich (Merdingen), und dem fünffachen Gewinner des Grünen Trikots, Erik Zabel (Unna), hatte schon am 23. Januar in der ersten Nominierungsrunde mit 15 weiteren Teams die Starterlaubnis erhalten. Nicht dabei ist Italiens Super-Sprinter und ständiger Zabel-Konkurrent Mario Cipollini. Undurchsichtige Auswahlkriterien "Wir wollten der Jugend eine Chance geben. Ich hoffe, unter den vielen jungen französischen Fahrern sehen wir den Toursieger von 2005", sagte Tour-Chef Jean-Marie Leblanc am Mittwoch in Paris. Kritik an den zum Teil undurchsichtigen Auswahl-Kriterien, die erst im nächsten Jahr klarer geregelt werden, äußerte Telekom-Manager Walter Godefroot. "Ist das nun eine Tour für die Franzosen oder eine Tour de France? Wie die Selektion zu Stande gekommen ist, blieb unklar. Waren die Nominierungsgründe sportliche oder nationale?", fragte Godefroot, der allerdings für Pantanis Nicht-Berücksichtigung Verständnis zeigte: "Bei ihm bestand die Gefahr, dass er den Giro fährt und dann nicht die Tour. Und Mercatone ohne Pantani ist unattraktiv."
Italiener sind sauer Die Aussperrung des Toursiegers von 1998 löste in Italien einen Aufschrei aus, zumal die Auswahl-Kriterien in erster Linie vom Wohlwollen der Veranstalter abhängen. Gegen Pantani sprachen sicher auch seine Verwicklungen in Doping-Prozesse in Italien, wo er im vergangenen Jahr wegen "Sportbetrugs" zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden war. Dagegen läuft eine Berufung, allerdings auch ein weiters Verfahren wegen unterstellten Doping- Gebrauchs. Außerdem ließ der vielfache Tour-Etappensieger in diesem Jahr noch nicht erkennen, dass er der Tour sportlich gewachsen sein könnte. "Pantani kann keine Form garantieren und stieg auch im Vorjahr aus", sagte Leblanc. Veranstalter wollen Image aufpolieren Gegen das neue deutsche GS-I-Team Coast, mit jährlich zehn Millionen Mark aus der Kasse des Essener Textilhändlers Günther Dahms finanziert, sprach die ebenfalls nur dürftige Erfolgsausbeute bisher. Die Societe du Tour de France, 1998 durch den größten Doping-Skandal der Radsport-Geschichte bis ins Mark getroffen, ist zudem um ihr Image bemüht. Dazu passen Namen der Dopingsünder Pantani, Alex Zülle aus der Schweiz, immerhin zweimal Tour-Zweiter, und Roland Meier vom Coast-Team schlecht. Der Franzose Richard Virenque, einer der geständigen Haupttäter und -Verantwortlichen für den Tourskandal von vor drei Jahren, war durch seine Sperre bis zum 1. September ohnehin vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Rote Karte überraschte Coast-Team nicht |
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Zuletzt geändert am 2. Mai 2001 14:51 von sab |
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