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Biathlon: Nur Fischer überzeugt - Dritter im Sprint

Kein Mut zum schnellen Schießen

Antholz - Als Dritter hat der Oberhofer Sven Fischer den deutschen Biathleten in Antholz den Stammplatz auf dem Siegerpodest gerettet. Nach starken zweiten Plätzen von Carsten Heymann (Altenberg) und Andrea Henkel (Oberhof) in den Einzelläufen beim Weltcup-Auftakt in Südtirol konnte aber die Auswahl des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei den Sprint-Wettbewerben im Schatten der Sieger Ole Einar Björndalen (Norwegen) und Olena Zubrilowa (Ukraine) insgesamt nicht ganz die Erwartungen erfüllen.

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Sven Fischer war mit dem dritten Platz zufrieden: "Mehr ist nicht drin".

"Wir haben ein geschlossene Teamleistung gezeigt, aber leider eben hinter der unmittelbaren Spitze", räumte Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang ein, nachdem seine Schützlinge Martina Glagow (Mittenwald), Sabrina Buchholz und Katrin Apel (beide Oberhof) über 7,5 km die Ränge acht bis zehn erobert hatten. Vor allem die kurzfristig eingesetzte dreimalige Junioren-Weltmeisterin Buchholz war mit ihrer überraschenden Leistung über jeden Tadel erhaben.

Trainer nicht zufrieden

Herren-Coach Frank Ullrich, der neben Fischer über die 10-km-Distanz noch Ricco Groß (Ruhpolding) und Peter Sendel (Oberhof) auf den Rängen 12 sowie 14 in der Weltelite platzierte, bemängelte vor allem fehlenden Mut zum schnellen Schießen.

Im Gesamtweltcup der Herren übernahm der Titelverteidiger Raphael Poiree (Frankreich) nach seinem zweiten Sprintrang gleich wieder die Führung und liegt mit 83 Punkten zunächst vor 20-km-Auftaktsieger Zdenek Vitek (Tschechien/76), der diesmal Zehnter wurde. Bei den Damen ist zunächst die diesmal zweitplatzierte Französin Corinne Niogret mit 96 Punkten unangefochten.

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Nicht zu bezwingen: Ole Einar Björndalen.

Im Laufen hapert´s noch

"Das war heute mein derzeitiges Optimum. Mehr ist jetzt einfach nicht drin", erklärte Sven Fischer. Trotz zweier erstklassiger, fehlerfreier "Schnellfeuer-Einlagen" am Schießstand lag der 29-Jährige im Ziel eine knappe Minute hinter seinem norwegischen Rivalen Björndalen. "Läuferisch habe ich noch nicht die große Form. Vielleicht wird es ja bald", kommentierte der Ausnahme-Läufer, der bereits 15 Weltcup-Einzelsiege auf seinem Konto hat.

Sabrina Buchholz lief unter die Top Ten

Bei den Damen staunten die Experten, als mit der hohen Startnummer 97 Sabrina Buchholz gleich im ersten Weltcup-Rennen ihrer Karriere unter die Top Ten lief. "Ich war gar nicht nervös. Erst als ich zum zweiten Schießen kam und wusste, dass ich ganz vorne landen kann, kam Druck auf. Mit einem Fehler bin ich aber ganz gut weggekommen", erzählte die 20-jährige. Müssiggang hatte die dreimalige Junioren-Weltmeisterin für die erkrankte Peggy Wagenführ (Altenberg) kurzfristig nachnominiert.

Uschi Disl patzte am Schießstand

"Jetzt gehe ich in den Europacup zurück, und hoffe auch neue Einsatzchancen", gab sich Buchholz nach ihrem starken Auftritt geduldig. Für die 4x7,5-km-Staffel am Samstag (11.00 Uhr/live im ZDF) vergab der Coach seine Startplätze an Glagow, Apel, Henkel und die diesmal als 19. enttäuschte Uschi Disl (Moosham), die sich durch drei Fehlschüsse bei der letzten Schießübung selbst vom möglichen Platz auf dem Siegerpodest bugsiert hatte.

Von Ossi Kofler, sid - Fotos: AP

Geändert am 1. Dezember 2000 15:58 von sab
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