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Klassiker Paris-Tours: Erik Zabel vor Weltcup-Gesamtsieg

"Krönung einer tollen Saison"

Hamburg/Paris - Nach der erfolgreichen "Operation Gold" in Sydney bündelt das Team Telekom seine Kräfte für das "Unternehmen Weltcupsieg".

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Er hat gut lachen: Erik Zabel.

Elf Tage nach Jan Ullrichs Triumph im olympischen Straßenrennen kann Sprinter Erik Zabel am Sonntag beim Radklassiker Paris-Tours den größten Erfolg seiner Karriere perfekt machen und sich bereits vor der abschließenden Lombardei-Rundfahrt (21. Oktober) als zweiter Deutscher nach Olaf Ludwig (1992) den Gesamtsieg sichern. "Das wäre die Krönung einer tollen Saison", meint der 30-Jährige aus Unna.

"Es wäre schon tragisch"

Vor dem neunten von zehn Weltcuprennen der Saison weist Zabel in der Gesamtwertung einen beruhigenden Vorsprung von 126 Punkten auf den zweitplatzierten Titelverteidiger Andrej Tschmil (Belgien) sowie 128 Punkten gegenüber dem auf Platz drei folgenden Letten Romans Vainsteins auf. "Es wäre schon tragisch, wenn ich das noch verlieren würde", sagt der Weltcup-Spitzenreiter. Sollte er nach der Ankunft in Tours mindestens 100 Punkte vor dem Zweiten liegen, wäre dem schnellen Mann der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Team Telekom schickt die beste Mannschaft

Um kein Risiko einzugehen, hat Teamchef Walter Godefroot seinem beständigsten Fahrer der Saison die bestmögliche Mannschaft zur Seite gestellt. Angeführt von Olympiasieger Ullrich wollen die sieben Helfer, unter denen sich auch die Olympia-Medaillengewinner Alexander Winokurow (Silber) und Andreas Klöden (Bronze) befinden, alle Angriffe auf das Weiße Trikot des Gesamtführenden abwehren. "Wir werden alles dafür tun, dass Erik das Ding nach Hause fährt", zeigt sich Sydney-Rückkehrer Rolf Aldag entschlossen.

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Prominenter Helfer für Zabel: Jan Ullrich.

Strecke für Sprinter

Zabel, der die Fernfahrt von Paris nach Tours bereits 1994 gewinnen konnte, darf sich sogar Hoffnungen auf den dritten Sieg nach seinen Erfolgen bei Mailand-San Remo und dem Amstel Gold Race im Frühjahr machen. Das Rennen über insgesamt 254 Kilometer kommt den Sprintern durchaus entgegen. Auf der zwei Kilometer langen Zielgeraden könnte das Team Telekom seinem Kapitän eine sehr gute Ausgangsposition verschaffen.

"Alles spricht für Erik"

Doch selbst wenn Zabel nicht in die Punkteränge fahren würde, müssten Tschmil und Vainsteins einen Platz unter den ersten sieben belegen, um dann mit einem Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt doch noch an dem Führenden vorbeizuziehen. Anderen wie den Italienern Paolo Bettini (Vierter) und Francesco Casagrande (Fünfter) würden indes nur noch zwei Siege helfen. "Im Moment spricht eigentlich alles für Erik", ist Teamsprecher Olaf Ludwig überzeugt. Seinen "Titel" als einziger deutscher Weltcupsieger würde er am Sonntag sicher gerne hergeben.

sid - Fotos: Archiv

Geändert am 6. Oktober 2000 14:05 von sab
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