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NHL-Profi Uwe Krupp liegt weiter auf Eis

Arbeitskampf wird zur Dauerposse

Detroit - Die Detroit Red Wings spielen im millionenschweren Arbeitskampf gegen Eishockey-Star Uwe Krupp weiter auf Zeit. Nachdem sich der Verein und der ehemalige deutsche Nationalspieler nach fast einjährigem Streit auf Lawrence Holden als unabhängigen Gutachter geeinigt hatten, sagte die National Hockey League (NHL) jetzt fünf für den Herbst angesetzte Verhandlungstermine kurzerhand ab.

Das ist Vergangenheit: Uwe Krupp
nach dem Stanley-Cup-Sieg 1996.

Der Dachverband, der den Gutachter offiziell anstellt, teilte Holden vor wenigen Tagen überraschend dessen Kündigung mit.

25 Millionen Streitwert

Es geht um Geld, um sehr viel Geld. Gut 25 Millionen Mark stehen Krupp im Erfolgsfall zu, eine Summe, die die Red Wings an den Rand des Ruins treiben könnte. Deshalb kämpft der Verein seit August letzten Jahres mit allen Mitteln, um den dauerverletzten Krupp möglichst ohne jegliche Abfindung abschieben zu können. Der gebürtige Kölner hatte sich zwar beim Spielbetrieb verletzt und hätte nach den Statuten der NHL deshalb das Recht auf volle Gehaltsfortzahlung, doch die "roten Schwingen" argumentieren, dass sich Krupps zweiter Bandscheibenvorfall verschlimmerte, nachdem dieser während seiner Heilungszeit an Schlittenhunderennen teilgenommen habe.

"Das kann noch dauern"

"Die Red Wings müssen zahlen, auf dem Papier dürfte es den Fall Krupp nicht geben", glaubt dessen Agent Roly Thompson, der seinen Klienten aufgrund des schwebenden Verfahrens zum Schweigen verdonnerte. Dagegen verwies Bob Batterman, der gemeinsam den Verein und die NHL vertritt, gleich nach der Kündigung von Holden auf das Fehlen eines neuen Gutachters. "Die Verhandlung ist war zwar angesetzt, hatte aber noch nicht begonnen. Jetzt müssen wir erst einmal nach einem neuen Mann suchen. Das kann dauern."

Krupp hält sich privat fit weiterblättern
 
Geändert am 6. Oktober 2000 15:19 von sab
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