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FCK: Brehme wird Teamchef und Stumpf befördertMit vereinten Kräften aus der KriseKaiserslautern - Ex-Nationalspieler Andreas Brehme soll den 1. FC Kaiserslautern zusammen mit Reinhard Stumpf aus der Krise führen. Bei der Nachfolge des zurückgetretenen Otto Rehhagel entschied sich der Fußball-Bundesligist nach zur Nationalmannschafts-Variante mit Brehme als FCK-Teamchef und dem bisherigen Assistenten Reinhard Stumpf als neuem Trainer.
Die Verantwortlichen der Pfälzer hatten am späten Donnerstagabend nach Verhandlungen in Frankfurt Einigkeit mit Brehme erzielt, nachdem Wunschkandidat Klaus Toppmöller wegen seines Vertrags bei Zweitligist 1. FC Saarbrücken abgesagt hatte. Bereits kurz nach Rehhagels Demission am vergangenen Sonntag hatte Brehme, Schütze des 1:0-Siegtores per Foulelfmeter für Deutschland im WM-Finale 1990 gegen Argentinien in Rom, in einem Fernsehinterview seine Bereitschaft erklärt: "Ich habe insgesamt zehn Jahre Fußball gespielt beim FCK, es hat immer viel Spaß gemacht. Also Interesse wäre schon da." Identifikationsfigur für die FansSchon nach dem Ende seiner Karriere wollte der frühere Kapitän Sportlicher Leiter in Lautern werden, was Rehhagel aber abgelehnt hatte. In Brehme, der von 1981 bis 1986 und von 1993 bis 1998 bei den "Roten Teufeln" spielte, übernimmt die dringend benötigte Identifikationsfigur als neuer starker Mann das Kommando beim Traditionsverein. Nur so dürfte bei den von Mannschaft und Führung enttäuschten Anhängern vorerst Ruhe auf dem "Pulverfass Betzenberg" einkehren.
Keine Trainer-ErfahrungAllerdings hat der 86-malige Nationalspieler bisher keine Erfahrung im Trainerbereich. Erst im Frühjahr und Sommer hatte Brehme in einem Schnellkurs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sein Diplom als Coach gemacht. Die Übungseinheiten wird ohnehin zumeist Stumpf leiten, was dieser bereits unter Rehhagel und auch seit dessen Rücktritt tat. "Ich hänge mit dem Herzen an diesem Verein", hatte Stumpf zuletzt seine Absage an Kickers Offenbach begründet. "Es muss sich etwas ändern"Trotz des Sympathie-Bonus, den das neue Gespann als frühere Lauterer Publikumslieblinge besitzt, wird schneller Erfolg des auf den 15. Tabellenplatz abgerutschten Meisters von 1998 erwartet. "Es musste sich etwas ändern, denn man hat ja gesehen, wie die Mannschaft spielt", hatte Brehme nach dem Rehhagel-Rücktritt gesagt. "Man kann nicht Spieler haben, die kaum deutsch sprechen. Das kann meines Erachtens nicht klappen. Wir haben in Deutschland auch gute Spieler, die man einbauen kann." Von Martin Volkmar, sid - Fotos: dpa, AP
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| Geändert am 6. Oktober 2000 12:38 von sab | |||||||||||||